Content Harry Potter Naruto Buffy the Vampire Slayer XMen Translations

Mein Name ist Harry James Potter.

Es ist kein sehr aufregender Name. Nicht Kingsley Shacklebolt oder Cornelius Fudge. Es ist ein gewöhnlicher Name. Ich mochte ihn deshalb. Er repräsentierte, was ich wollte: Normalität.

Jetzt frage ich mich, ob ich wirklich einen Namen habe.

Wofür braucht eine Waffe einen Namen?

Das ist es, was ich bin. Eine Waffe. Nicht mehr, nicht weniger.

Ich wurde dazu gezwungen durch Hass und Elend, durch Leid und Verachtung.

Ich wuchs als ‚Junge’ auf, gemieden und in einem Schrank eingeschlossen.

In der Schule änderte es sich, ich war Harry, oder Potter, und dann wurden die Dinge wieder normal. Ich suchte Aufmerksamkeit, war ein Unruhestifter. Ich war verrückt, gefährlich, geistesgestört.

Für eine kurze, wundervolle Zeit, wurde ich Liebling genannt.

Ich hatte, was ich wollte. Sie war, was ich wollte. Süß, feurig, vorlaut, wunderschön, intelligent und herausfordernd. Wenn ich aufgeschrieben hätte, was für ein Mädchen ich wollte, hätte sie alles erfüllt.

Ich denke, ich verstand einfach keine Frauen. Es ist keine Überraschung; die meisten Frauen in meinem Leben waren entweder sich nicht kümmernde Verwandte oder Autoritätspersonen.

Dummerweise glaubte ich, dass, wenn jemand dich mit allem küsst, was er hat, dies bedeutet, dass er etwas für dich empfindet.

Ich hatte Unrecht.

Es bedeutete nichts.

Ich kann immer noch ihre Stimme hören. „Es tut mir leid, ich war nur verknallt. Ich liebe dich nicht.“

So ruhig, so ernst, als wenn sie das Mittagessen diskutierte. Ich sah Dumbledore an, ich weiß nicht warum, vielleicht hoffte ich, dass er ihr sagen würde, dass sie es zurück nehmen solle, ihr sagen würde, dass sie mich liebte, aber seine blassen Augen funkelten nur langsam.

Und damit war ich, wieder, allein.

Freund.

Das ist ein anderes Wort, das ich war. Ich habe Ron und Hermine in meinem fünften Jahr weg geschoben; in meinem Sechsten haben sie gehört und gingen.

Charlie starb. Es gab einen Todesserangriff und Ron gab mir die Schuld, weil ich nichts davon wusste und ihn nicht warnte.

Hermine war zerrissen, ich wusste das. Aber sie hatte eine Wahl; bei mir zu bleiben oder bei Ron. Sie ging mit ihm und ich schubste sie weg. Sie ging.

Ich war ruhig, mürrisch und launisch. Ich weiß das; nur mit ihr war ich nicht so. Sie stimmte Ron nie zu, dass es mein Fehler war und sie gab mir Hoffnung, einen Grund zu leben.

Ich habe diesen Grund nicht mehr.

Wir fanden den Spruch. Wir haben unsere Abende in der Bücherei verbracht, küssend und lernend. Es ist nicht so, als wäre es noch schwer für mich, in die Verbotene Abteilung zu kommen. Also lernten wir sie, unsere Köpfe zusammengesteckt, hin und wieder unsere Hälse zu einem Kuss streckend.

Es ist mir fast peinlich das zu sagen, aber das war die beste Zeit meines Lebens. Sie war so nah, roch so gut und war so warm und liebend.

Der Spruch wurde vor über einem Jahrtausend verbannt. Er nimmt all deine Magie, all deine Kraft und entfernt sie von deinem Körper.

Es war nicht schwierig für uns ihn leicht so zu ändern, dass die Magie fokussiert wurde. Aber als wir uns den Spruch näher ansahen, machten wir eine erschreckende Entdeckung.

Er würde dich töten.

Wir machten weiter, es interessierte uns nicht wirklich, die Suche war nicht so wichtig wie die Zeit, die wir gemeinsam verbrachten.

Es ist seltsam. Das war die letzte Nacht.

Es war am nächsten Abend, als ich in Dumbledores Büro gerufen wurde, als sie mir sagte, während er mich ansah.

Ich ging dann aus meinen Klassen.

Ich sah den Nutzen nicht; mit nichts, wofür ich lebte, wofür sollte ich so tun, als würde es mich interessieren? Ich übte, mit Tonks, mit Kingsley, mit jedem, der mich lehrte. Ich ließ sie nicht nahe an mich heran. Wo war der Sinn? Ich war jetzt eine Waffe.

Ich wurde erschaffen, um Voldemort zu töten und das ist es, was ich tun werde. Nicht für mich, oder für sie, aber als Rache für meine Eltern, und vielleicht, damit ein anderer Junge seinen Namen behalten kann und nicht gezwungen ist, das zu werden, was ich wurde.

Voldemort ist hier.

Ich habe keine Angst.

Waffen haben keine Gefühle. Sie sind erschaffen zu einem Zweck.

Mein Zweck ist, sein Leben zu beenden.

Schüler geraten um mich herum in Panik. Sie sehen zu mir, erwartend, dass ich sie rette.

Ich bin fast in Versuchung, das nicht zu tun. Fast in Versuchung, sie alle sterben zu lassen, aber ich kann nicht. Ich kann sie nicht sterben lassen. Ich sollte mich nicht um sie kümmern, aber ich tue das. Immer noch. Trotz allem. Es muss weiblich sein, seine Gefühle so ausschalten zu können, denke ich.

Ich gehe und die Schüler teilen sich vor mir, wie das Rote Meer vor Moses. Ich frage mich, ob Gott existiert. Ich kenne die Bibel ziemlich gut; Petunia hat mich an besonderen Tagen gezwungen, zur Kirche zu gehen, so dass sie jeder für ihre Christlichkeit bewundern könne. Ich werde Ihn bald genug treffen, wenn Er existiert.

Da ist ein Todesser vor mir. Idiot. Weiß er nicht, dass ich eine Waffe bin?

Nun, er weiß es jetzt. Er wird plötzlich von einem milden Todesfall betroffen. Tod für einen Todesser. Ich kichere. Das ist vielleicht kein beruhigendes Geräusch; die Schüler sehen mich seltsam an.

Als wenn es mich interessiert.

„Du wirst sterben, Potter.“, spuckt mir eine Stimme entgegen.

Natürlich werde ich das, du Idiot. Das sind kaum Neuigkeiten. Ich wende mein Gesicht dem Geräusch zu. Ich sollte es gewusst haben. Draco Malfoy. Aus einer Laune heraus entscheide ich mich, zukünftigen Generationen auf diesem Planenten einen Gefallen zu tun.

Ich verfluche ihn, ein anderer Spruch, den wir in der Verbotenen Abteilung gefunden hatten. Dieser ist nicht so alt. Er wurde in Italien genutzt, um aus dem männlichen Chor Eunuchen zu machen. Damals kicherten wir über die Idee, aus Draco einen Kastraten zu machen.

Also tat ich es.

Ich denke, dass es schmerzvoller sein muss, als ich dachte, da er jetzt auf der Erde liegt, vor Schmerzen kreischend. Ich spreche einen Stillezauber über ihn, weil ich die anderen nicht ablenken will.

Ich sollte mich schuldig fühlen, aber ich tue das nicht. Waffen sind geschaffen, um zu töten, zu verstümmeln, zu zerstören. Außerdem wurde gerade irgendein armes Mädchen vor einem schlimmeren Schicksal als dem Tod bewahrt.

Ich bin jetzt am Eingang von Hogwarts. Todesser lassen mich allein. Sie kommen näher, sehen in mein Gesicht, drehen sich dann schnell um und suchen nach leichteren Möglichkeiten.

Schmerz.

Ich denke, dass ich zu Boden fallen sollte, mich krümmend.

Schmerz.

Ich kann ihn fühlen. Es ist ungemütlich, aber wie stoppt Schmerz eine Waffe? Er kann es nicht.

Ich drehe mich zur Quelle meines Schmerzes. Wieder hätte ich es wissen müssen. Lucius Malfoy. Er sieht verärgert aus. Ich frage mich, ob er verärgert ist, wegen dem, was ich mit Draco machte.

Ich nähere mich ihm. Der Schmerz ist schlimm, aber nicht so schlimm, als wenn sie mir sagte, dass sie mich nicht liebte. Das ist wahrer Schmerz, das ist es, was wirklich weh tut, wenn du nur noch weglaufen und dich verstecken willst, beten, dass es vorbei ist – das ist, wenn du dich in dich selbst zurückziehst.

Ich denke, es ist, weil ich eine Waffe bin. Wer liebt eine Waffe wirklich?

Ich frage mich, ob die Leute Lucius jemals ‚Lucky’ mit Spitznamen genannt haben. Es passt irgendwie zu ihm. Er hält den Fluch immer noch aufrecht und ich kann sagen, dass er Angst hat, weil er nicht funktioniert. Er funktioniert, aber er weiß das natürlich nicht.

Ich sollte versuchen, konzentriert zu bleiben; immerhin findet ein Kampf statt. Ich sehe mich kurz um. Der Orden und die Todesser kämpfen halbherzig; ich denke, sie würden es alle vorziehen, mir zuzugucken.

Oh, ja, ich kann Lucius nicht vergessen. Er hat den Crucio jetzt aufgegeben und ist zu einigen anderen Sprüchen weitergegangen. Ich bin von ihm gelangweilt. Ich strecke die Hand aus und berühre ihn.

Ich habe letztendlich entschieden, was ich mit ihm machen soll. Er hat ihr das Tagebuch gegeben. Er war derjenige, der sie zwang, früh erwachsen zu werden. Er war derjenige, der sie beinahe tötete. Ich kann ihm das nicht vergeben. Ich dringe in sein Gedächtnis ein. Leglimentik ist eine nützliche Fähigkeit. Ich nehme seine Ängste, was ihm Angst macht, was ihn mitten in der Nacht zitternd aufwachen lässt und bewege sie. Ich nehme sie aus seinem Unterbewusstsein und schließe sie in seinem Bewusstsein ein. Ich denke, dass dies ihn verrückt werden lassen wird. Scheint mir fair zu sein. Waffen sind gut, was Rache angeht.

Ich schätze, er ist jetzt nicht so glücklich. Er weint, zusammengerollt zu einem Ball auf dem Boden, zitternd und bebend. Er tut mir fast leid, aber Waffen kennen kein Mitleid.

Ich drehe mich, zurück zur Tür. Ich seufze hörbar; jetzt stehen ein paar Dementoren im Weg.

Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, dass Voldemort mich nicht in einem direkten Kampf treffen will. Wirklich seltsam.

Ich muss zugeben, dass ich nun ein wenig besorgt bin. Waffen haben nicht wirklich positive Gefühle. Oder Negative. Ich schätze, ich werde mich an die Nacht erinnern müssen, als sie mich das erste Mal küsste, als ich mich fühlte, als hätte ich einen Grund.

Es ist seltsam, ich kann das Gefühl sehen, dass ich damals hatte, ich kann das Glück sehen, obwohl dieses Gefühl mir jetzt nichts mehr bedeutet. Also denke ich, ich sollte es als Schild nutzen.

Ich gehe zum Dementor; er versucht, meine positiven Gefühle abzusaugen. Ich habe keine. Ich frage mich, ob er Angst hat, ob er bemerkt, worein er sich selbst geritten hat.

Ich bezweifle es.

Ich strecke die Hand aus und ziehe seine Kapuze zurück. Er versucht, mich zu packen, also lasse ich ihn. Er wird meine Seele aussaugen, also berühre ich seine Stirn mit meinem Finger. Ich lasse das Glück fließen, direkt in sein Gehirn hinein.

Er schreit und lässt mich los, bevor er zu Boden fällt, tot.

Nun, was weißt du – du kannst einen Dementor töten. Ich sehe mich um. Der Kampf hat nun gestoppt. Alle sehen zu mir, geschockt nehme ich an. Oh, ich meine nicht magisch. Die anderen Dementoren ziehen sich zurück. Ich schätze die Idee zu sterben ängstigt Kreaturen, die dachten, dass sie unsterblich seien.

Endlich.

Tom ist hier. Er geht durch die Tür und ich kichere über ihn. Ich schätze, er denk, er sähe tödlich und mysteriös aus. Ich denke, er sieht aus wie eine kahle Kreuzung mit schlechten Zähnen.

„Worüber kicherst du?“

„Nichts, Tom.“, sage ich. „Absolut nichts.“

Crucio“, erhebt er die Stimme, auf mich zeigend.

Ich gähne. „Lucky hat das schon versucht.“, weise ich ihn zu Recht, auf seinen zertrümmerten Diener auf dem Boden zeigend. Es tut weh. Mehr, als wenn Lucius das tat. Ich fühle mich tatsächlich so, als wenn ich vor Schmerz schreien sollte. Ich schätze, ich zeige das nicht, da er aufgibt und mich nun ansieht. Nicht das er das vorher nicht tat.

Er versucht, in meinen Verstand einzudringen. Ich lache. Das letzte Mal, dass ich lachte, war mit ihr. Ich bin fast wieder traurig. Ich lasse ihn herein und zeige ihm die Leere, zu der ich wurde. Ich frage mich, ob er es mag. Ich frage mich, ob es ihm Spaß macht, zu was ich wurde. Eine Waffe zum Töten, rein und einfach.

„Die Prophezeiung?“, fragt er, Unterstützung suchend, er hat jetzt Angst.

„Die Prophezeiung war falsch, Tom“, erzähle ich ihm traurig. „Sie besagt, dass nur einer von uns leben kann und der Andere sterben wird.“

„Was meinst du damit, dass sie falsch war?“, fragt Tom.

Ich lächle ihn an. Zumindest denke ich, dass ich das tue. Es ist so schwer, sich zu erinnern, wie man lächelt.

„Weil wir beide sterben werden.“, erzähle ich ihm ruhig. Ich wirke einen Zauber. Alle Türen schließen sich, die Fenster auch. Er ist gefangen, sie alle. Sie können nicht hinaus apparieren; Hogwarts Schutzzauber werden sie nicht lassen. Ich schätze, das war einer ihrer Fehler. Einen leichten Sieg erwarten.

Jeder guckt uns jetzt zu; Schüler kommen aus ihren Verstecken, um das letzte Duell zu beobachten.

Nur, dass es kein Duell ist. Es ist eine Hinrichtung. Tom redet, versucht mich zu überreden, mich ihm anzuschließen oder ähnliches. Ich passe nicht wirklich auf. Ich konzentriere mich auf den Spruch. Wow, ich hab eine Menge Magie. Ich war schon immer mächtig, aber das ist übermäßig.

Tom wärmt sich auf, macht sich fertig, um sein Leben zu duellieren, für alles, woran er glaubt.

„Stirb.“, sage ich einfach, auf ihn zeigend.

Ich kann fühlen, wie meine Magie schwindet. Ich kann fühlen, wie meine Lebenskraft mich verlässt. Ich hoffe, dass ich in den Himmel komme und meine Eltern sehe und Tatze. Das wäre nett. Ich wünschte, Moony wäre hier, ich hätte ihm gerne Tschüss gesagt.

Es ist fast soweit.

Sie steht dort, in der Ecke, neben Dumbledore.

Ich sehe sie an.

Sie ist so wunderschön.

„Ich liebe dich, Ginny“, flüstere ich sanft, als meine letzte Lebenskraft mich verlässt und ich sterbe.

Alles ist so schön. So viele verschiedene Farben. Sie drehen sich. Sie tanzen. Sie unterhalten mich.

Es ist seltsam. Ich höre Worte. Jemand erzählt Harry, dass er ihn nicht liebt, dass er nur verknallt war, nicht mehr.

Armer Harry. Ich weiß, wie sehr Zurückweisung ihn verletzt. Trotzdem, es ist nicht so schlimm. Er wird immer meine Liebe haben. Er hatte meine Liebe, seit ich alt genug war, sie jemandem zu geben. Ich liebe ihn so sehr, dass es mich ängstigt, weil ich nicht weiß, was ich ohne ihn machen würde.

Ich war so glücklich in letzter Zeit. Es waren nur wir beide. Ron gibt ihm die Schuld an Charlies Tod. Ich tue das nicht. Charlie starb, als er seine Drachen vor Voldemort verteidigte. Er starb das tuend, was er am meisten liebte. Es war nicht Harrys Fehler, da war nichts, was er hätte tun können. Ich weiß, dass er sich schuldig fühlt, als hätte es etwas gegeben, was er hätte tun können. Ich weinte, als ich es hörte und da wird immer ein Loch in meinem Herzen sein, wo er war, aber es wurde geheilt, da ich diesen wundervollen Mann bei mir habe. Ich nenne ihn einen Mann, weil er einer ist. Alles, wodurch er musste, alles, was er getan hat, wenn das kein Maß für einen Mann ist, weiß ich nicht, was.

Es ist seltsam. Jedes Mal, wenn ich ihn sehe, werde ich abgelenkt. Es ist, als wäre mein Verstand aus Seife. Rutschig. Es ist ein gutes Wort, ein riesiges Wort. Nicht so riesig wie Harry. Aber ein gutes Wort in sich selbst.

Harry sieht aus, als hätte man sein Herz zerbrochen. Ich will zu ihm hinübergehen, aber die Farben lenken mich ab und ich kann mich nicht daran erinnern, warum er traurig ist. Es ist auch egal, wenn wir fertig sind, werde ich ihn aufmuntern, ihn daran erinnern, wie sehr ich ihn liebe, dass er der Mittelpunkt meines Lebens ist. Vielleicht ist es Zeit, dass ich ihn aufmuntere, mit mir zu schlafen. Er küsst mich wie ein Traum, aber behält seine Hände auf meinen Hüften. Ich kichere für mich selbst, ich denke daran, eine davon zu meinen Brüsten zu schieben. Ich zittere bei dem Gedanken von ihm, mich berührend, mich als seins beanspruchend.

Aber es ist hier so farbenfroh und ich weiß nicht mehr, was ich gerade dachte. Ich kichere wieder, nur kommt kein Ton heraus. Jemand sagt etwas, aber ich weiß nicht, wer und was.

Ich entspanne mich, schlafe ein.

Manchmal vergesse ich, wer er ist, aber dann erinnere ich mich und frage mich, wie ich das vergessen konnte.

Er ist mein Leben.

Ich denke, die Zeit vergeht. Manchmal bin ich wach und in irgendeiner Stunde, antworte auf Fragen. Es ist wie ein wirklich seltsamer Traum. Ich wünschte, ich wäre so wach, dass ich Harry sehen könnte.

Das ist seltsam.

Die Farben verschwinden. Sie drehen sich langsamer und langsamer. Die Dinge beginnen, wieder einen Sinn zu machen.

Harry. Ich muss Harry finden, irgendetwas ist mit ihm passiert, ich weiß es.

Professor Dumbledore ist hier; er wird wissen, was zu tun ist, er weiß immer, was zu…

Die Farben sind zurück und sie sind so schön.

Sie drehen sich und tanzen und erinnern mich an Harry. Ich liebe Harry.

Die Farben verschwinden wieder. Ich blicke mich um und sehe, dass ein Kampf stattfindet. Ich greife nach meinem Zauberstab, aber meine Hand funktioniert nicht.

Da ist Harry. Er sieht schlecht aus, als wenn sich niemand um ihn gekümmert hätte. Oh, physisch geht’s ihm gut, aber sein Gesicht ist angespannt und müde und gefühllos.

Ich mag das nicht.

Ich versuche, mich zu bewegen, aber ich kann nicht. Dinge kommen zu mir zurück. Dieses seltsame Gefühl der letzten Wochen, es verschwindet.

Ich sehe zu, wie er einen Todesser tötet. Oh, mein armer Harry, ich weine für mich selbst. Es muss ihn töten, dies tun zu müssen.

Draco sagt etwas zu ihm, aber ich kann es nicht verstehen. Ich lächle für mich selbst, als Harry etwas tut. Er hat es gemacht! Ich sollte schockiert sein, aber ich kichere zu sehr. Ich frage mich, ob es sein Singen verbessern wird.

Ich fühle mich, als sollte ich wissen, wo das Problem mit mir liegt, als hätte ich es schon einmal erlebt.

Oh nein! Lucius belegt Harry mit dem Cruciatus. Mein armer Harry. Was haben sie mit ihm gemacht? Irgendetwas ist mit ihm geschehen. Er sieht unnachgiebig aus, als hätte er keine Gefühle, als täte ihm der Schmerz nicht weh. Ich weiß, dass er ihm wehtut, ich weiß immer, wann er Schmerz erleidet.

Irgendetwas ist mit mir passiert, mit ihm. Ich muss es wissen. Ich muss es wirklich wissen. Ich fühle die Farben, die wieder anfangen, sich zu drehen, aber ich spuck auf sie. Mein Harry braucht mich und ich kann nicht mehr irgendwelche Farben ansehen, nicht, wenn er mich benötigt.

Oh, Lucius ist auf dem Boden. Gut. Aber jetzt muss er einem Dementor entgegentreten. Er hasst sie; er hat mir erzählt, was er sieht. Ich muss zu ihm gelangen.

Die Farben beginnen zusammen zu brechen. Gut, die verdammten Teile stehen in meinem Weg. Ich beginne, mich durch sie zu kämpfen.

Er hat den Dementor getötet. Wow, mein Freund ist unglaublich. Verdammt, ich liebe ihn.

Tom ist hier. Tom. Tom. Warum klingt der Name so bekannt? Wer ist Tom? Warum fühle ich mich, als wenn ich das wissen sollte, als wenn dieses Gefühl letztens etwas mit dem Namen zu tun hatte. Tom. Tom Riddle. Tom Vorlost Riddle. Ist Lord Voldemort.

Ich zucke zusammen.

Voldemort. Er kontrollierte mich. Er hat die Farben dunkel und böse gemacht und ich hab gegen sie gekämpft. Ich habe so lange gegen sie gekämpft.

Ich bin reingelegt worden.

Harry braucht mich und ich wurde reingelegt. Ich dachte, die Farben wären gut, weil sie schön waren, aber sie sind das nicht. Sie haben mich wieder kontrolliert.

Ich sehe Harry reden, Voldemort sucht Unterstützung.

Oh Gott, er wird den Spruch benutzen, den wir gefunden haben! Oh Gott, bitte, nein. Harry, tu das nicht! Es wird dich töten. Ich kann ohne dich nicht leben.

Er dreht sein Gesicht zu mir und ich weiß, dass es vorbei ist. Ich habe ihn verloren. Er sagt etwas.

„Ich liebe dich, Ginny.“

„NEIN!“, schreie ich, die Farben verbannend.

Die Erinnerungen treffen mich, wieder und wieder.

Oh Gott!

Oh Gott! Oh barmherziger Gott!

Ich war es!

Ich habe ihm gesagt, dass ich ihn nicht liebe. Ich war es. Ich sah ihn diese Parodie des Mannes, den ich liebe, werden. Es war wegen mir.

Ron ist vor mir. Sagt etwas darüber, dass es nur Recht ist, dass Harry das tun musste, versuchend, seine eigene Schuld auszugleichen.

Ich schlage ihn. Hart. Ein toller Freund war er. Gott, er ist kläglich. Ich hoffe, ich habe ihm einige Zähne ausgeschlagen.

Ich renne, über das Kampffeld, ignoriere Tom Riddles toten Körper und falle auf meine Knie neben Harry. Ich versuche verzweifelt, einen Puls zu fühlen, ein Zeichen, irgendetwas, dass er noch lebt.

Nichts.

Ich verstehe jetzt.

Ich drehe mich, um ihn anzusehen. Ich dachte einst, dass er der größte Mann im Universum sei. So weise, so alt, so sicher in seiner Macht und seiner Weißheit.

Jetzt weiß ich, dass er nichts ist, als ein Mörder und ein Missbrauchender. Er ist Abschaum.

„Sie haben mich unter den Imperius gesetzt“, rufe ich laut, ihn anstarrend.

Er vermeidet meine Augen. Er weiß, dass er mich verloren hat und nie wiederbekommen wird.

Harry ist tot. Der Mann, den ich mehr liebe als das Leben wurde von diesem sich einmischenden alten Mann vor mir getötet. Ich wende ihm den Rücken zu. Oh Gott, ich habe meinen Harry so verletzt. Dumbledore hat mich gezwungen, ihm das Herz herauszureißen, so dass er Voldemort töten würde.

Ich sehe mich um; die Mitglieder des Ordens versammeln sich um uns, die Schüler dahinter. Sie sehen geschockt aus.

Ich kann es wieder gutmachen für Harry. Ich kann mich entschuldigen. Ich weiß, dass ich es kann.

Ich lächle meine Eltern sanft an, flüstere Tschüss und wirke den Spruch.

Ja.

Diesen Spruch.

Denselben Spruch, den Harry nutzte, um Tom zu töten.

Oh, nein, ich werde nicht alle töten. Das wäre keine Entschuldigung.

Ich nehme alles, was ich von Harrys Leben weiß. Sein Schmerz. Seine Angst. Seine Einsamkeit. Wie sie ihn verraten haben. Wie sie ihn aufgegeben haben. Wie sie ihn verlassen haben. Wonach er sich gesehnt hat. Ich nehme sein Aufwachsen in dem Schrank und wie er zusieht, als Cedric stirbt. Ich nehme wie er von Dudley tyrannisiert wird und zusieht, wie Sirius durch den Schleier fällt. Ich nehme seine glücklichen Momente mit mir und die Verzweiflung, von der ich weiß, dass er sie fühlte, als Dumbledore mich ihm wegnahm. Ich nehme seine Liebe für seine Freunde und seinen Sinn fürs Beschützen. Ich nehme seinen Motivationen, seinen Stolz und seine Schwächen. Ich nehme alles. Ich füge meine Liebe für ihn hinzu, meinen Schmerz in diesem Augenblick und meine Erfahrung unter dem Fluch von Dumbledore.

Und ich gebe es.

Allen.

Meine ganze Magie in einem einzigen Spruch, so dass jeder den wirklichen Harry Potter kennt.

So dass jeder den wirklichen Harry Potter versteht.

Kimmkorn kann das nicht zerstören.

Jeder einzelne Zauberer auf diesem Planeten wird Harry Potter kennen und wissen, wofür er stand. Jeder wird wissen was, wann, wo und noch wichtiger, warum. Jeder wird wissen, was Dumbledore tat.

Ich fühle, wie meine Magie versiegt. Ich fühle, wie meine Lebenskraft mich verlässt. Ich hoffe, ich komme in den Himmel und sehe Harry dort. Und Charlie.

Dort ist ein Licht. Es leuchtet. Aber es fühlt sich warm an, wie eine von Harrys Umarmungen.

Ich keuche. Er ist hier! Er lächelt mich an. Seine leuchtend grünen Augen lächeln mich an.

Er vergibt mir!

„Es tut mir so leid.“, sage ich. Ich muss mich entschuldigen, auch wenn er mir vergibt.

„Ich weiß“, flüstert er, seine Arme für mich öffnend, einen zögernden Blick auf seinem Gesicht, als wenn ich ihn zurückweisen könnte.

Ich bin in seinen Armen bevor er zwinkern kann. Ich werde ihn nie wieder verlassen. Nicht für eine einzige Sekunde.

Ich fühle, dass er mich aufhebt und mich ins Licht trägt und ich schnurre gegen ihn, das Gefühl seines harten Körpers neben meinem liebend.

„Wohin gehen wir?“, frage ich, ohne Angst.

Er grinst mich an. „Zum nächsten großen Abenteuer.“

Minerva McGonagall war die erste, die sich bewegte. Eine einzige Tränenspur zeigte ihren Schmerz und Qual, die sie jetzt fühlte, als sie den Jungen verstand, den sie so viele Jahre gelehrt hatte. Sie bedauerte nicht das getan zu haben, was sie gewollt hatte, als sie ihn das erste Mal sah. Ihn in die größte Umarmung seines Lebens zu ziehen und komplett zu bemuttern.

Sie drehte sich zu dem Mann, den sie mehr als alle anderen bewundert hatte, den Mann, der ihr freundlich den Rat gegeben hatte, es nicht zu tun. Sie ging zu ihm. Ihn anflehend, zu leugnen, wovon sie nun wusste, dass es die Wahrheit war.

Er tat es nicht.

Er konnte es nicht.

Sie wandte ihm den Rücken zu. Ihre Begeisterung, dass sie gewonnen hatten, war weg. Der Preis, den sie gezahlt hatten, war zu hoch. Zwei Unschuldige waren zerstört worden. Zwei Unschuldige waren tot. Sie fühlte sich dreckig. Schmutzig. Und es war ein Schmutz, der sie nie wieder verlassen würde.

Sie sah halb zu, als die verbleibenden Weasleys zu den beiden Kindern hinübergingen, die auf dem Boden lagen. Sie weinten alle. Ron und Hermine am meisten, da sie jetzt wussten, wie sehr Harry sie geliebt hatte, wie sehr er sie hatte sicher wissen wollen. Wie sehr es ihn verletzt hatte, sie wegzuschubsen und wie erleichtert und traurig er gewesen war, als sie gegangen waren.

Sie ließen die beiden in die Höhe gehen und verließen die Schule, Dumbledore nicht einmal einen Blick zuwerfend.

Einer nach dem anderen drehten sich die Hunderte Ordensmitglieder, Auroren, Schüler und Lehrer und gingen still davon, immer noch die Folgen von Ginnys letztem Spruch fühlend.

Am Ende war da nur noch die gebeugte Form von Albus Dumbledore, dem Tränen den Bart hinunterliefen, als das ganze Gewicht von dem, was er getan hatte, auf ihn herab fiel, und ein sichtbar aus der Fassung gebrachter Severus Snape, der erst jetzt bemerkte, wie schlecht er den Jungen behandelt hatte und die toten Körper all der Todesser, die ihrem Meister ins nächste Leben gefolgt waren.

Sie sah zu, wie Severus zu Albus hinüberging.

„Komm, alter Freund.“, sagte er freundlich und legte einen Arm um den alten, zerbrechlichen Mann, ihn aus der Schule führend und weg, wohin auch immer.

„Du hast zu viel Zeit damit verbracht, in den Abgrund zu blicken.“

The End

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